Cardtalk

Plattenspieler aus Karton mit recycelter CD

Sprache eingraviert auf die Rückseite einer CD, die man mit der Verpackung abspielen kann. Die Hülle ist gleichzeitig als rudimentärer Plattenspieler ohne Strom konzipiert. Silberner Siebdruck auf Karton. Handverarbeitet, ebenso wie handnummerierte Auflage von 200 Stück mit Text auf jedes Exemplar einzeln geschnitten.


Konzept, Aufnahme und Gestaltung: Achim Zepezauer
Schneidemaschine: Achim Zepezauer & Random Atrophy
Mastering: Pablo Paredes / Zeichnungen: Marcus Kämper

Gefördert durch ecce, IKF, Landesmusikrat NRW und dem Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport NRW

Als ich einen Artikel über das Comeback von Schreibmaschinen las, das durch das Mißtrauen von Geheimdiensten gegenüber digitalen Daten ausgelöst wurde, hörte ich schon länger wieder Vinyl und keine CDs. Dann kam mir die Idee, eine Maschine zu bauen, mit der man akustische Signale auf die Rückseite alter CDs schneiden konnte, um sie analog zu machen.

Aber wer würde schon seine geliebte Plattennadel ruinieren, um eine CD abzuspielen? Später erfuhr ich über die alten Karton-Plattenspieler, die von Missionaren in den 1960ern in Gegenden ohne Strom gebracht wurden, um ihre Ideen zu verbreiten.

Das Puzzle war gelöst und ich gestaltete den Cardtalk-Plattenspieler, in dem auch die CD (die nun eine Schallplatte ist) untergebracht ist. Zu hören sind imaginäre Spionage-Hinweise, weil das ganze Projekt sich um Verschlüsselung und Entschlüsselung dreht. Und die beigefügten CDs sind nun mit der Verpackung abspielbar.

Bei Live-Präsentationen werden die CDs unmittelbar vor Publikum angefertigt und abgespielt.

02. 02. bis 04. 02. – 19 Uhr in HAMBURG, Galerie 21 im Vorwerkstift

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